Saar-Hunsrück-Steig

Wandern an der Saarschleife
218 traumhafte Kilometer

Traumschleife Saarschleife Tafeltour

Wandern an der Saarschleife
16km / Mittelschwer / 5-6 Std. / 82 Pkt.

Traumschleife Cloefpfad

Wandern an der Saarschleife
7.3km / Mittelschwer / 2-2.5 Std. / 92 Pkt.

Traumschleife Saarhölzbachpfad

Wandern an der Saarschleife
12.6km / Einfach / 3.5-4 Std. / 71 Pkt.

Traumschleife Wehinger Viezpfad

Wandern an der Saarschleife
14km / Mittelschwer / 4 Std. / 70 Pkt.

Tageswanderungen

Wandern an der Saarschleife
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Wandern an der Saarschleife
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Höckerlinienweg

Blick auf die Höckerlinie

Neben den Premiumwegen für geübte Wanderer wurde im letzten Jahr ein Themenweg eröffnet, der einen Teil der Geschichte der Region erahnen lässt. In Orscholz wurde ein über ein Kilometer langer und besonders gut erhaltener Abschnitt der Höckerlinie freigelegt und mit einem Pfad begehbar gemacht. Der Höckerlinien-Weg – ein thematischer Rundwanderweg – ergänzt seit April 2017 diesen Abschnitt.
Höckerlinien-Weg – Strecke 3,1 km

Zum Schutz der Westgrenze des Reiches ließ die deutsche Regierung in den Jahren 1938 - 1940 den Westwall errichten. Er sollte ein Gegenstück zur Maginotlinie auf französischer Seite sein. Allerdings war er bei weitem nicht so stark ausgebaut wie sein französisches Pendant. Der Hauptwall zog sich am rechten Ufer der Saar von Saarbrücken kommend weiter über Konz bei Trier die Sauer entlang nach Norden. Im Gebiet an der Dreiländerecke machte diese Befestigungslinie eine zwölf Kilometer lange Abzweigung. Sie sollte im Abstand von vier bis sechs Kilometern von der französischen Grenze entfernt ein Eindringen in das Saar-Mosel-Dreieck verhindern. Später wurde dieser Abschnitt zwischen Orscholz und Perl-Nennig als „Orscholz-Riegel“ berühmt. Der Westwall bestand aus Panzergräben, betonierten Panzerhindernissen, Spanischen Reitern, Stacheldrahtsperren, Minenfeldern, Schützengräben und Bunkeranlagen. Auf Orscholzer Bann existierten allein 29 betonierte Unterstände, darunter ein nicht vollendetes B-Werk.
Bei Kriegsausbruch war die „Höckerlinie“ schon fertiggestellt, aber bei den Bunkeranlagen gab es Verzögerungen. Nach dem Frankreich-Feldzug wurde dieses zum Teil unfertige Verteidigungssystem nur gewartet aber nicht weiter ausgebaut und mit Waffen nicht ausreichend bestückt. Dies machte sich beim Rückmarsch der Wehrmacht 1944 aus Frankreich schmerzlich bemerkbar, als hier eine neue Auffangstellung errichtet wurde. Ein erster amerikanischer Angriff auf die Festungslinie bei Orscholz am 21. November 1944 wurde kurz vor der Panzersperre auf der Tünsdorfer Straße abgewehrt. Die nächste feindliche Unternehmung fand in diesem Abschnitt statt. Bei winterlichen Temperaturen und hohem Schnee überquerten am 20. Januar 1945 vom gegenüberliegenden Wald herkommend (A) amerikanische Infanterieeinheiten in den frühen Morgenstunden den Panzergraben an der Straße nach Oberleuken und bewegten sich auf dieser Straße entlang bis zum Ortsrand von Orscholz. Andere Einheiten gerieten bei der Höckerlinie an der Ziegelei (Weieranlage) in ein Minenfeld und wurden durch MG-Feuer und Artillerie abgewiesen. Der bis zum Ortsrand vorgerückte Trupp wurde aufgerieben und geriet in deutsche Kriegsgefangenschaft. Orscholz wurde am 20.2.1945 von Norden her von den Amerikanern eingenommen.


Blick auf die Höckerlinie